Das Musée de la Vie romantique widmet seine aktuelle Schau „Face au ciel“ dem Maler Paul Huet (1803 – 1869). Noch bis 30. August sind seine Werke in den – klimatisierten – Räumlichkeiten für Sonderausstellungen zu sehen.
Huets Landschaftsmalerei entstand aus feiner Beobachtungsgabe und reflektiert gleichzeitig den Zustand der Seele des Künstlers, merkten seine Zeitgenossen an. Beeindruckende Darstellungen des Himmels in all seinen Erscheinungsformen sind u.a. auch von Jean Bruno Gassies, Georges Michel, Théodore Rousseau oder Jean-Baptiste Camille Corot zu sehen.
Bild: „Schottische Landschaft“ von Jean Bruno Gassies – ein Motiv mit Abkühleffekt

Das Museum geht auf den niederländischen Künstler Ary Scheffer (1795 – 1858) zurück, einem Förderer Huets. Ary war mit seinen Brüdern nach Paris gekommen, wo es ihm als begabten Künstler schnell gelang, sich zu etablieren. Er zog in die Rue Chaptal und machte sein Heim und Atelier zum gesellschaftlichen Treffpunkt. Als Kunstlehrer der Familie d‘Orléans ging er im Königshaus ein und aus. Während der Revolution 1848 beherbergte Scheffer sogar einen Teil der Kunstsammlung der königlichen Familie in seinem Anwesen und half bei der Flucht aus Paris

Sein Wohnhaus ist heute ebenfalls Teil des Museums, allerdings nicht klimatisiert und bei großer Hitze bleibt es deshalb geschlossen. Zu empfehlen ist – selbst an heißen Tagen – das Café mit schattenspendenden Bäumen im Hof der Anlage sowie der kleine Souvenirshop.
Bild: Die geschlossene permanente Sammlung an einem Hitzetag, die Huet-Schau und das Café sind hingegen auch bei hohen Temperaturen geöffnet
https://museevieromantique.paris.fr
Erreichbarkeit: z. B.: Métro M2, Station Blanche
Quelle: Museum de la Vie romantique