
Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es in Odéon-Nähe die perfekte Lösung: Sandos im Yabaï. Der Franko-Japaner Walter Ishizuka hat hier einen gemütlichen Laden, wo man frisch Zubereitetes zum Mitnehmen oder Vor-Ort-Essen bestellen kann.
Sando ist die japanische Kurzform für das Wort Sandwich, mit süßer oder pikanter Füllung zwischen den krustenlosen Toastscheiben. Idealerweise ergibt das Schnittbild ein minimalistisches Kunstwerk in perfekter Farbabstimmung.
Bild: Sando Thunfisch Tataki mit schwarzem Shokupan
Für den Patron sind Sandos eine Kindheitserinnerung, denn sein aus Japan stammender Vater hat die Brotquadrate besonders gerne für Familien-Picknicks zubereitet. Shokupan heißt das flaumige Weißbrot, das die Basis der Sandos bildet, im Yabaï verwendet man weißes oder mit Aktivkohle tiefschwarz gefärbtes.
Um den Geschmack zu intensivieren, wird es leicht angetoastet und dann befüllt. Das Angebot reicht von Gemüse, Hühnchen, über Thunfisch bis zu Rind- und Schweinefleisch, fein gewürzt, immer mit Salat, Pickles oder Algen verfeinert. Alles in Top-Qualität, was Branchenkenner nicht wirklich überrascht, schließlich kommt Chef Ishizuka aus der Schule Paul Bocuse und war in zahlreichen Sterne-Häusern tätig.
Das Wagyu-Sando ist mit 20,- Euro der kostspieligste Eintrag auf der Karte, ansonsten bezahlt man zwischen 8,- und 14,- Euro. Wer lieber Reis statt Brot möchte, ist bei der Curry-Variante Donburi richtig. Auch Salate und Sides (sehr gute Pommes Frites) sowie Menü-Vorschläge stehen zur Wahl.
Süße Sandos mit Schoko-Noisette- oder Erdnussbutter-Füllung gefährden eventuelle Abnehm-Vorhaben massiv. Ein möglicher Ausweg: Sie sind auch als halbe Portion erhältlich. Sehr begrenzt ist die Weinauswahl, dafür gibt es japanisches Bier, Sake, Softdrinks, Tee und viele Kaffeevariationen.
Yabaï (heißt übrigens so viel wie „krass“, negativ oder positiv konnotiert)
3 – 5 Rue des Quatre-Vents
Erreichbarkeit: z.B.: Métro: Linie 4, Station Odéon